Archiv für Dezember 2017

Gülaferit bricht Kontakt zu GefangenenInfo ab

Hier wird ein offener Brief von Gülaferit Ünsal an das Gefangenen-Info dokumentiert. Das Gefangenen-Info hat jahrelang die Prozesse und Haftsituation von Gülaferit solidarisch begleitet, es liegt aber in Gülaferits Verantwortung wie Sie mit ihren Unterstützer*innen umgeht und es war ihr ein wichtiges Anliegen diesen Brief zu veröffentlichen.

13.9.2017

OFFENER BRIEF

- Ich beende meine Beziehungen zur Redaktion der Zeitschrift Gefangenen Info
- Die Zeitschrift Gefangenen Info, deren 407. Nummer auch noch mit der Schlagzeile „Solidarität“ auf der Titelseite veröffentlicht wurde, hat in eben jener Ausgabe einen Hass-Artikel gegen mich veröffentlicht, der mit T. M. Falk signiert war, Anschwärzungen, Lügen und politische Beleidigungen enthielt und nichts mit der Realität zu tun hatte. (G.I. 407, Seite 25, „Leserbrief zum gi#406“)
- Am 28. Mai habe ich der Zeitschrift G.I. und T. M. Falk mit einem Text mit folgender Überschrift geantwortet;
„Die Zeitschrift G.I. ist keine Plattform für Beleidigungen und Anschwärzungen gegen revolutionäre Gefangene. Wer Revolutionäre angreift, landet auf der Müllhalde der Geschichte.“
Ich hatte verlangt, dass der Text in der Zeitschrift G.I. abgedruckt wird. In meiner Antwort schrieb ich;
„Die Redaktion der Zeitschrift G.I., die einen gegen mich gerichteten Anschwärzungs- und Lügentext veröffentlicht hat, welcher mich als eine Schuldige darstellt, muss sich entschuldigen.
Im Falle, dass sich die Zeitschrift G.I. in ihrer eigenen Zeitschrift nicht schriftlich entschuldigt, werde ich meine Beziehungen zur Zeitschrift G.I. abbrechen.
- Mein Text wurde trotz monatelanger Diskussionen nicht in der Zeitschrift G.I. veröffentlicht.
- Die eigentliche Schuld trägt die Redaktion des G.I., welche einen solchen Anschwärzungs- und Beleidigungstext veröffentlicht hat, die sich gegen eine seit sechs Jahren eingesperrte revolutionäre Gefangene richtet.
- T. M. Falk ist in meinen Augen niemand, den ich ernst nehmen könnte.
- Die Zeitschrift G.I., die T. M. Falk, welcher Revolutionäre beleidigt, Seiten zur Verfügung stellt, hat mir kein Recht auf eine Antwort zugestanden.
- Sogar nach bürgerlichem Recht ist gesetzlich gewährleistet, dass sich jeder Mensch verteidigen kann.
- Die Zeitschrift G.I. hat versucht, den Vorfall zu vertuschen, und ist somit sogar hinter das bürgerliche Recht zurückgefallen.
- Nur diejenigen, die dem Kapitalismus dienen, Konterrevolutionäre und Polizeikollaborateure beleidigen Revolutionäre, greifen sie an und versuchen, sie zum Schweigen zu bringen.
- Die Redaktion der Zeitschrift G.I. sollte sich schämen und sich ernsthaft hinterfragen.
- Er liegt entweder eine ernsthafte ideologische Verzerrung vor oder eine schattige Situation vor.

Ich verlange, dass mein Name von den Gefangenenadressen, die in der Zeitschrift G.I. veröffentlicht werden, rausgenommen wird.
Ich beende meine Beziehungen zur Zeitschrift G.I.

ALLE ANGRIFFSPOLITIKEN GEGEN DIE REVOLUTIONÄREN GEFANGENEN WERDEN WIR INS LEERE LAUFEN LASSEN

Gülaferit Ünsal