Radiobericht aus Berlin: Demo gegen Repressionshilfe Deutschlands an die Türkei und für die Freiheit von Gülaferit Ünsal

Bei Radio Aktiv ist ein Radiobericht von der Demonstration erschienen.

Gefangenenkämpfe verlaufen stürmisch, ähnlich wie das Wetter am
vergangenen Wochenende. Trotzdem demonstrierten ca. 100 Berliner*innen
am Samstag anläßlich eines rassistischen Übergriffs in der JVA für
Frauen in Lichtenberg für die Freiheit von Gülaferit Ünsal. Sie ist eine
politische Gefangene, die nach dem Gesinnungsparagraphen § 129b auf
Ersuchen der Bundesanwaltschaft von Griechenland ausgeliefert und hier
zu 6,5 Jahren Haft verurteilt wurde. Und dass, obwohl sie als
anerkanntes Folteropfer aus der Türkei in Griechenland zuvor politisches
Asyl genoss. Die Bundesrepublik leistet nach wie vor
Gefälligkeitsdienste an den türkischen Machthaber Erdogan und macht sich
in Europa zu dessen Repressionshelfer.

Gülaferit Ünsals Haft endet in ca. zwei Monaten. In einem Anruf an die
Demonstration berichtete sie von der Wahrnehmung des Protestes in ihrem
Zellenblock und kündigte einen Hungerstreik an, sollten die
rassistischen Übergriffe von der Gefängnisleitung weiterhin toleriert
werden. Sie sagte, dass sie sich darauf freue, alle solidarischen
Unterstützer*innen im Januar bei ihrer Haftentlassung persönlich zu treffen.

Direkt zum Podcast geht es hier.

Radio Aktiv Berlin war vor Ort und berichtet in O-Tönen:
http://radioaktivberlin.blogsport.de/2017/10/30/berlin-demo-gegen-repressionshilfe-deutschlands-an-die-tuerkei-und-fuer-die-freiheit-von-guelaferit-uensal/

Weitere Informationen bei der Solidaritätsgruppe für Gülaferit Ünsal:
http://soligruppeguelaferituensal.blogsport.de/