Gülaferit ist frei!

GHülaferit wurde heute aus der Haft entlassen und ist zur Zeit auf freiem Fuß.

Gülaferit bricht Kontakt zu GefangenenInfo ab

Hier wird ein offener Brief von Gülaferit Ünsal an das Gefangenen-Info dokumentiert. Das Gefangenen-Info hat jahrelang die Prozesse und Haftsituation von Gülaferit solidarisch begleitet, es liegt aber in Gülaferits Verantwortung wie Sie mit ihren Unterstützer*innen umgeht und es war ihr ein wichtiges Anliegen diesen Brief zu veröffentlichen.

13.9.2017

OFFENER BRIEF

- Ich beende meine Beziehungen zur Redaktion der Zeitschrift Gefangenen Info
- Die Zeitschrift Gefangenen Info, deren 407. Nummer auch noch mit der Schlagzeile „Solidarität“ auf der Titelseite veröffentlicht wurde, hat in eben jener Ausgabe einen Hass-Artikel gegen mich veröffentlicht, der mit T. M. Falk signiert war, Anschwärzungen, Lügen und politische Beleidigungen enthielt und nichts mit der Realität zu tun hatte. (G.I. 407, Seite 25, „Leserbrief zum gi#406“)
- Am 28. Mai habe ich der Zeitschrift G.I. und T. M. Falk mit einem Text mit folgender Überschrift geantwortet;
„Die Zeitschrift G.I. ist keine Plattform für Beleidigungen und Anschwärzungen gegen revolutionäre Gefangene. Wer Revolutionäre angreift, landet auf der Müllhalde der Geschichte.“
Ich hatte verlangt, dass der Text in der Zeitschrift G.I. abgedruckt wird. In meiner Antwort schrieb ich;
„Die Redaktion der Zeitschrift G.I., die einen gegen mich gerichteten Anschwärzungs- und Lügentext veröffentlicht hat, welcher mich als eine Schuldige darstellt, muss sich entschuldigen.
Im Falle, dass sich die Zeitschrift G.I. in ihrer eigenen Zeitschrift nicht schriftlich entschuldigt, werde ich meine Beziehungen zur Zeitschrift G.I. abbrechen.
- Mein Text wurde trotz monatelanger Diskussionen nicht in der Zeitschrift G.I. veröffentlicht.
- Die eigentliche Schuld trägt die Redaktion des G.I., welche einen solchen Anschwärzungs- und Beleidigungstext veröffentlicht hat, die sich gegen eine seit sechs Jahren eingesperrte revolutionäre Gefangene richtet.
- T. M. Falk ist in meinen Augen niemand, den ich ernst nehmen könnte.
- Die Zeitschrift G.I., die T. M. Falk, welcher Revolutionäre beleidigt, Seiten zur Verfügung stellt, hat mir kein Recht auf eine Antwort zugestanden.
- Sogar nach bürgerlichem Recht ist gesetzlich gewährleistet, dass sich jeder Mensch verteidigen kann.
- Die Zeitschrift G.I. hat versucht, den Vorfall zu vertuschen, und ist somit sogar hinter das bürgerliche Recht zurückgefallen.
- Nur diejenigen, die dem Kapitalismus dienen, Konterrevolutionäre und Polizeikollaborateure beleidigen Revolutionäre, greifen sie an und versuchen, sie zum Schweigen zu bringen.
- Die Redaktion der Zeitschrift G.I. sollte sich schämen und sich ernsthaft hinterfragen.
- Er liegt entweder eine ernsthafte ideologische Verzerrung vor oder eine schattige Situation vor.

Ich verlange, dass mein Name von den Gefangenenadressen, die in der Zeitschrift G.I. veröffentlicht werden, rausgenommen wird.
Ich beende meine Beziehungen zur Zeitschrift G.I.

ALLE ANGRIFFSPOLITIKEN GEGEN DIE REVOLUTIONÄREN GEFANGENEN WERDEN WIR INS LEERE LAUFEN LASSEN

Gülaferit Ünsal

Gülaferit hat gewonnen

Am 3. November beendete Gülaferit Ünsal ihren Hungerstreik, da Ihre Forderung, die Verlegung einer Gefangenen, die Gülaferit aus rassistischen Motiven angegriffen hat, erfüllt wurde.

Gülaferit Ünsal im Hungerstreik

Seit dem 1. November 2017 ist Gülaferit Ünsal im unbefristetetem Hungerstreik. Ihre Forderung ist dass die rassistische Gefangene die Gülaferit angegriffen hat aus Ihrer Station verlegt wird.

Die rassistische Gefangene hat selbst auch einen solchen Antrag gestellt. Hier an diesem Beispiel wird ganz klar das das Knastsystem die Gefangenen gegeneinander ausspielt.

Weitere Infos folgen…

Radiobericht aus Berlin: Demo gegen Repressionshilfe Deutschlands an die Türkei und für die Freiheit von Gülaferit Ünsal

Bei Radio Aktiv ist ein Radiobericht von der Demonstration erschienen.

Gefangenenkämpfe verlaufen stürmisch, ähnlich wie das Wetter am
vergangenen Wochenende. Trotzdem demonstrierten ca. 100 Berliner*innen
am Samstag anläßlich eines rassistischen Übergriffs in der JVA für
Frauen in Lichtenberg für die Freiheit von Gülaferit Ünsal. Sie ist eine
politische Gefangene, die nach dem Gesinnungsparagraphen § 129b auf
Ersuchen der Bundesanwaltschaft von Griechenland ausgeliefert und hier
zu 6,5 Jahren Haft verurteilt wurde. Und dass, obwohl sie als
anerkanntes Folteropfer aus der Türkei in Griechenland zuvor politisches
Asyl genoss. Die Bundesrepublik leistet nach wie vor
Gefälligkeitsdienste an den türkischen Machthaber Erdogan und macht sich
in Europa zu dessen Repressionshelfer.

Gülaferit Ünsals Haft endet in ca. zwei Monaten. In einem Anruf an die
Demonstration berichtete sie von der Wahrnehmung des Protestes in ihrem
Zellenblock und kündigte einen Hungerstreik an, sollten die
rassistischen Übergriffe von der Gefängnisleitung weiterhin toleriert
werden. Sie sagte, dass sie sich darauf freue, alle solidarischen
Unterstützer*innen im Januar bei ihrer Haftentlassung persönlich zu treffen.

Direkt zum Podcast geht es hier.

Radio Aktiv Berlin war vor Ort und berichtet in O-Tönen:
http://radioaktivberlin.blogsport.de/2017/10/30/berlin-demo-gegen-repressionshilfe-deutschlands-an-die-tuerkei-und-fuer-die-freiheit-von-guelaferit-uensal/

Weitere Informationen bei der Solidaritätsgruppe für Gülaferit Ünsal:
http://soligruppeguelaferituensal.blogsport.de/